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Mit Sport anfangen

So gelingt der Einstieg in den Sport wirklich

Mit Sport anfangen

MagazinSportMit Sport anfangen

🕐 LESEZEIT ≈ 7 min.

Es ist nie zu spät, mit Sport anzufangen, den eigenen Lebensstil zu verändern und die Gesundheit zu stärken. Doch der Einstieg fällt oft schwer – Alltag, Unsicherheiten oder Gewohnheiten funken dazwischen. In diesem Artikel zeigen wir Dir, was den Start erleichtert und wie mehr Bewegung Schritt für Schritt zu einem festen Bestandteil Deines Alltags wird.

Was uns beim Sportstart bremst – und warum das völlig normal ist

The struggle is real: Mit Sport anfangen klingt einfach – es gibt allerdings gerade zu Beginn einige Stolpersteine, die den Einstieg erschweren. Ist man sich der Herausforderungen bewusst, kann man sie aber berücksichtigen oder umgehen.

mit sport anfangen typische herausforderungen

Typische Herausforderungen beim Einstieg in den Sport:

  • Zeitmangel: Oft kommt der Alltag dazwischen, denn zwischen Arbeit, Familie und Freizeit bleibt oft nicht genug Zeit für Bewegung.
  • Fehlende Motivation: Besonders am Anfang fällt es schwer, dranzubleiben, wenn Ergebnisse nicht sofort sichtbar sind.
  • Kosten: Mitgliedschaften in Vereinen oder Fitnessstudios, Kurse oder Equipment sind oft zu teuer.
  • Unsicherheit: Ohne Grundwissen zur Sportart, zum Training und zu Techniken weiß man oft nicht, wo man anfangen soll.
  • Hemmungen: Durch schlechte Erlebnisse in Schule, Verein oder Fitnessstudio, fühlt man sich gehemmt, es wieder anzugehen.
  • Gesundheitliche Einschränkungen: Verletzungen oder chronische Beschwerden erfordern besondere Aufmerksamkeit.

Wie gesagt: Auf diese Herausforderungen zustoßen, ist völlig normal. Wichtig ist, sie zu kennen – dann kannst Du Deinen Start langsam planen, ausprobieren, was gut für Dich funktioniert, und so Strategien finden, die Dir den Einstieg erleichtern.

Motivationsschub gesucht?

In unserem Artikel zur Sportmotivation findest Du Strategien, mit denen Du wirklich dranbleibst – von Motivationscoach Steph Reinhardt.

Mit Sport anfangen: Wie fange ich richtig an?

Allein im Fitnessstudio trainieren, gemeinsam laufen gehen oder im Verein Fußball spielen: Es spricht nichts dagegen, sich am Anfang etwas auszuprobieren. Langfristig ist es aber wichtig, für sich den richtigen Sport zu finden, um dranzubleiben. Bevor Du startest, lohnt es sich, über Deine Ziele und Deine Vorlieben nachzudenken. Diese Mini-Checkliste kann Dir dabei helfen:

1. Realistische Ziele setzen

Mit Sport anfangen heißt für viele, hoch motiviert zu sein und sich mehr vorzunehmen, als im Alltag realistisch umsetzbar ist. Sinnvoller ist es, mit kleinen, erreichbaren Zielen zu starten, etwa zwei kurze Trainingseinheiten pro Woche, eine bestimmte Strecke gehen oder ein einfaches Workout ausprobieren. So verbucht man schneller Etappenziele, die motivieren, weiterzumachen– statt für Frust zu sorgen. Mit der Zeit kann man Umfang und Intensität der Sport- oder Fitnesseinheiten steigern.

2. Passenden Sport finden

Bevor Du Dich für eine Sportart entscheidest, hilft ein kurzer Blick auf Deine eigenen Bedürfnisse und Ziele. Diese kurze Checkliste kann dabei unterstützen:

mit sport anfangen den passenden sport finden

5 Fragen, die Dich zur richtigen Sportart führen

  1. Was treibt Dich an: Willst Du Deine allgemeine Fitness verbessern, hast Du ein Ziel wie abnehmen oder Muskel aufbauen oder geht es Dir um Leistung und Wettbewerb?
  2. Willst Du lieber allein trainieren oder in einem Team Sport machen?
  3. Möchtest Du lieber strukturierte Trainingspläne oder frei und spontan aktiv sein?
  4. Welche Sportarten passen zu Deinem Alltag – zeitlich, finanziell und organisatorisch?
  5. Willst Du etwas Neues lernen oder einfach loslegen?

Mehr Tipps, wie Du die richtige Sportart für Dich findest, gibt's in unserem Artikel "Welche Sportart passt zu mir?". 

3. Buddy finden

Better together – und das ist sogar wissenschaftlich belegt. Trainingspartner*innen helfen dabei, regelmäßiger Sport zu treiben, motiviert zu bleiben und Ziele zu erreichen. Warum das so ist? Gemeinsames Training schafft eine echte Win-Win-Situation: Man fühlt sich unterstützt, motiviert sich gegenseitig und erlebt Sport insgesamt positiver. Das sorgt dafür, dass man lieber hingeht – und Bewegung viel schneller zur Gewohnheit wird. Wissenschaftlich nachgewiesen ist außerdem, dass der Beitritt zu Trainingsgruppen oder Sportvereinen einen schützenden Effekt auf die psychische Gesundheit haben kann und etwa das Risiko für depressive Symptome senken kann.¹

Suche Dir also einen Buddy, idealerweise jemanden mit ähnlichem Trainingslevel oder ähnlichen Zielen. Wenn Du Dir mehr Verbindlichkeit wünschst, lohnt sich der Anschluss an eine Trainingsgruppe, eine lokale Community oder einen Sportverein.

Das richtige Equipment für den Anfang

Wer ganz von vorn anfängt, braucht auch das richtige Equipment. Für den Anfang kannst Du Dir Funktionsshirts zulegen, die schnelltrocknend und atmungsaktiv sind. Dazu ein oder zwei Shorts, Leggings oder Trainingshosen, in denen Du genügend Bewegungsfreiheit beim Training hast. In unserem Trikot-Guide findest Du Tipps,

Häufige Anfängerfehler – und wie man sie von Anfang an vermeidet

Dass man schon früh wieder die Flinte ins Korn wirft, liegt oft nicht an fehlender Motivation. Viele geben auf, weil sie zu schnell zu viel erwarten. Schaffst Du es folgende typsiche Anfängerfehler zu vermeiden, machst Du Dir den Einstieg in den Sport einfacher:

  • Zu viel auf einmal wollen: Wer fünfmal die Woche ins Fitnessstudio gehen, 10-Kilometer-Runs machen oder mit schweren Gewichten starten will, nimmt sich für den Anfang zu viel vor – und wird schnell frustriert sein. Der Körper – mit allen Muskeln, Sehnen und Bändern – braucht Zeit, sich den neuen Belastungen anzupassen. Aber auch der Kopf benötigt bis zu 66 Tage, um sich an neue Routinen zu gewöhnen. Am besten sprichst Du mit einem Trainer oder einer Trainerin, der Dir einen Trainingsplan mit passenden Übungen für Deine Bedürfnisse aufstellen kann.
  • Unrealistische Erwartungen: Höher, weiter, schneller: Sportanfänger*innen erwarten oft, schnell Fortschritte zu sehen – wenn sie beispielsweise abnehmen oder Muskeln aufbauen wollen. Doch erste, sichtbare Fortschritte wird man erst nach 4 bis 6 Wochen sehen.
  • Einfach anfangen: Viele legen einfach los – und das ist auch der richtige erste Schritt. Sporttherapeut*innen empfehlen allerdings, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen, etwa um die Sporttauglichkeit zu prüfen. Auch sollte man zu Beginn mit einem erfahrenen Coach sprechen, um gemeinsam einen individuellen Trainingsplan zu entwickeln. Sie können außerdem Anleitung geben, um falsche Ausführungen und Verletzungen zu vermeiden.
  • Keine Regeneration einplanen: Ruhetage, an denen man keinen Sport macht, sind wichtig: Bekommt der Körper keine Regenerationsphasen, kann es sogar zum Leistungsabfall kommen. Wer gerade mit dem Sport anfängt, sollte nicht häufiger als dreimal pro Woche trainieren – mit jeweils einem Ruhetag dazwischen.
  • Allein durchstarten: Wer lieber allein Sport macht, sollte das tun. Man sollte allerdings nicht den Team-Bonus unterschätzen: Viele Sportbeginnende bleiben gerade am Anfang dran, wenn sie ein Team oder einen Sport-Buddy haben.

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Quellen

¹ Stevens. Lieschke, Cruwys et al.: Better together: How group-based physical activity protects against depression. Social Science and Medicine, 2021, zuletzt aufgerufen am 10.12.205.

Bilder von Steven Lelham, Vitaly Gariev via Unsplash and Yan Krukamit-u via Pexels