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Kennenlernspiele für Teams

10 Icebreaker für Teams, Meetings und Workshops

Kennenlernspiele für Teams

MagazinBusinessKennenlernspiele für Teams

🕐 Lesezeit ≈ 8 min.

Ein neues Team, ein Workshop mit unbekannten Gesichtern oder ein Meeting, bei dem erst einmal alle stumm auf ihre Kaffeetassen schauen: Ein guter Icebreaker kann den Einstieg leichter machen. Nicht mit unangenehmen Fragen oder erzwungenen Fitnessübungen, sondern Kennenlernspielen,, die sich in Teams und Gruppen leicht einsetzen lassen – vor Meetings, bei Workshops, zum Start eines Projekts oder wenn neue Kolleg*innen dazukommen.

Was sind Icebreaker-Spiele und warum sind sie wichtig?

Icebreaker sind kurze spielerische Übungen oder Fragen für Teams und Gruppen, um das Eis zu brechen, die Stimmung zu lockern und die Kommunikation anzuregen. Sie kommen oft zu Beginn von Meetings, Workshops oder Onboardings zum Einsatz, um eine offene, entspannte Athmosphäre zu schaffen. Denn startet man gemeinsam mit einer Frage oder Aufgabe in das Meeting, kommt man leichter aus dem „Ich warte erst mal ab“-Modus. Alle bekommen eine erste Gelegenheit, sich einzubringen – nicht nur die ohnehin Gesprächigen. Besonders in Runden, in denen man die anderen Teilnehmenden kaum kennt, schafft das einen gemeinsamen Startpunkt und erleichtert es, anschließend miteinander zu sprechen und Ideen zu teilen. Ein Kennenlernspiel kann kein Dreamteam herbeizaubern, es kann aber die Tür öffnen – besonders, wenn es zur Gruppe passt und niemand zum Mitmachen gedrängt wird.

So funktionieren Icebreaker im Team: 7 praktische Tipps

Ein Kennenlernspiel soll ins Gespräch bringen, nicht bloß die Zeit füllen. Wähle deshalb einen Icebreaker, das zum Anlass, zur Gruppengröße und zur verfügbaren Zeit passt. Für ein kurzes Teammeeting reichen oft fünf Minuten. Bei einem Workshop darf es etwas mehr sein.

Ein paar einfache Regeln machen den Einstieg für alle angenehmer:

  1. Passe das Spiel an die Gruppe an: Ein Team, das sich gerade erst trifft, braucht einen anderen Einstieg als Kolleg*innen, die schon lange zusammenarbeiten.
  2. Halte es kurz und freiwillig: Ein Icebreaker soll ein lockeres, möglichst interaktives Spiel sein, sich nicht wie eine Pflichtaufgabe anfühlen. Erinnere daran, dass jede Person bei einer Frage auch passen darf.
  3. Stelle zum Anlass passende Fragen: Nach Hobbies, dem nächsten Urlaubsziel oder der witzigen Anekdoten zu fragen, sind oft gute Einstiege. Sehr persönliche Fragen oder Mutproben gehören nicht in Kennenlernspiele für Teams.
  4. Achte auf die Gruppengröße: In großen Runden eignen sich Blitzfragerunden oder kurze Aufgaben, die man sogar auch in Chats beantworten kann.
  5. Schlage eine Brücke zum Termin: Überlege Dir einen kurzen Einstieg in den Icebreaker (z.B. "Wir wollen langsam einsteigen und erst kurz miteinander ins Gespräch kommen“) sowie eine Brücke zum Termin (z.B. „Jetzt, wo wir alle angekommen sind, schauen wir auf die Themen für heute").
  6. Mach selbst mit: Wenn die moderierende Person selbst auch eine Antwort gibt, wirkt das Format gleich weniger nach Abfrage.
  7. Achte auf die Zeit: Lieber eine kurze Runde, die den Zweck erfüllt, dass alle unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen, als ein Kennelernspiel, das den Rahmen sprengt und den eigentlichen Termin verdrängt.

10 Kennenlernspiele für Teams

Bei Kennenlernspielen sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt - von einem einfachen Stimmungsbarometer bis hin zu schnellen Fragerunden ist alles denkbar. Wir stellen Dir zehn Ideen für Icebreaker-Spiele vor. Zu jedem Spiel gibt es eine kurze Anleitung und Hinweise zu Gruppengröße und Dauer. So kannst du schnell das passende Format auswählen.

1. Blitzfragerunde

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Gute Fragen können auch in einer Runde, in der sich die Teilnehmenden kaum kennen, schnell für eine heitere Stimmung sorgen – und Lust aufs Meeting machen. Halte sie einfach: In größeren Gruppen kann dann jede Person kurz antworten, ohne dass die Runde ausufert.

Geeignet für: größere Gruppen und Meetings mit externen oder unbekannten Personen, auch für virtuelle Meetings geeignet

Dauer: 5–10 Minuten

Hinweise: Die Fragen müssen nicht tiefgründig sein. Sie sollten unverfänglich und leicht zu beantworten sein. Sag vorher dazu, dass kurze Antworten völlig reichen und niemand etwas Persönliches erzählen muss.

Ideen für Fragen:

  • Wenn unser Team eine Superkraft haben könnte – welche sollte das sein?
  • Was ist der schönste Ort, an den Du beruflich reisen konntest?
  • Welche drei Dinge dürfen bei einer Messe oder Konferenz im Gepäck niemals fehlen?
  • Über welches Thema könntest Du zehn Minuten unvorbereitet eine Präsentation halten?
  • Was würdest Du einem Alien als Erstes sagen, wenn es auf der Erde landet?
  • Wie hört sich Dein Wecker an?
  • Hast Du schon einmal einen Prominenten getroffen? Wenn ja: wen und wie kam es dazu?
  • Welche Gameshow könntest Du gewinnen?
  • Was ist legal, sollte Deiner Meinung nach aber verboten sein?

2. Stimmungsbarometer

Ein kurzer Stimmungsbarometer ist ein perfekter Einstieg in den Termin. Bitte die Teilnehmenden, ihre aktuelle Stimmung auf einer Skala von 1 bis 5 einzuschätzen – in der Reihe rum oder im Chat. Alternativ kannst Du sie ihre Stimmung auf mit Emojis oder Memes beschrieben lassen. Wer möchte, ergänzt einen Satz dazu.

Geeignet für: regelmäßige Teammeetings, Projektstarts und Retrospektiven oder Workshops, auch für virtuelle Meetings geeignet

Dauer: 3–8 Minuten

Hinweise: Sag dazu, dass eine Zahl oder ein Emoji als Antwort völlig reicht. Es geht nicht darum, sich erklären zu müssen. Am Ende des Meetings kannst du das Spiel wiederholen und fragen, wie sich die Teilnehmenden jetzt fühlen.

Alternativ kannst du verschiedene Karten mitbringen und auf einem Tisch verteilen. Alle suchen sich je eine Karte aus, die zu ihrer Stimmung passen und sagen der Reihe nach kurz, warum sie sich diese Karte ausgesucht haben.

3. Gegenstand mit Geschichte

So geht's: Jede Person überlegt sich drei Aussagen über sich, wobei zwei davon stimmen, eine erfunden ist. Die anderen raten, welche Aussage die Lüge ist. Danach wird aufgelöst – und vielleicht erzählt die Person noch kurz die Geschichte hinter einer der Wahrheiten.

Geeignet für: kleine bis mittelgroße Gruppen, neue Teams und informelle Workshops, auch für virtuelle Meetings geeignet

Dauer: 10–20 Minuten, je nach Gruppengröße

Hinweise: Bitte um harmlose, leicht zu erratende Aussagen und gib ein Beispiel vor. In großen Gruppen lieber in Kleingruppen spielen, damit alle drankommen.

4. Zwei Wahrheiten, eine Lüge

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So geht's: Jede Person überlegt sich drei Aussagen über sich, wobei zwei davon stimmen, eine erfunden ist. Die anderen raten, welche Aussage die Lüge ist. Danach wird aufgelöst – und vielleicht erzählt die Person noch kurz die Geschichte hinter einer der Wahrheiten.

Geeignet für: kleine bis mittelgroße Gruppen, neue Teams und informelle Workshops, auch für virtuelle Meetings geeignet

Dauer: 10–20 Minuten, je nach Gruppengröße

Hinweise: Bitte um harmlose, leicht zu erratende Aussagen und gib ein Beispiel vor. In großen Gruppen lieber in Kleingruppen spielen, damit alle drankommen.

5. Anonyme Fun Facts

Alle schreiben einen überraschenden, unverfänglichen Fun Fact oder eine kurze Anekdote über sich auf einen Zettel oder in ein anonymes Online-Formular. Die moderierende Person liest die Beiträge vor und lässt die Gruppe raten, von wem die Fun Facts jeweils stammen. Die betreffenden Personen können sich anschließend zu erkennen geben – müssen es aber nicht.

Geeignet für: Teams, in denen sich noch nicht alle kennen, und Gruppen, die einen lockeren Gesprächseinstieg suchen, auch für virtuelle Meetings geeignet

Dauer: 10–15 Minuten

Hinweise: Gib Beispiele vor, etwa „Ich habe mal im Mallorca-Urlaub Thomas Gottschalk getroffen“ oder „Ich kann ein Lied rückwärts mitsingen“. Bitte um harmlose Beiträge und erkläre, dass niemand etwas teilen muss, das sich zu persönlich anfühlt.

6. Kennenlernfragen

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Nicht alle erzählen sprechen gern in einer großen Runde, deshalb kann man die Gruppe in Zweie- oder Dreierteams aufteilen. Anschließend kann die Gruppe Gemeinsamkeiten oder überraschende Erkenntnisse zusammentragen.

Geeignet für: Größere Gruppen, neue Teams und Workshops

Dauer: 8 bis 12 Minuten

Hinweise: Wähle Fragen, die leicht zu beantworten sind und nicht zu privat werden. Beim anschließenden Teilen sollte jede Person selbst entscheiden, was aus dem Gespräch in die große Runde getragen wird. In virtuellen Meetings kann man Breakout-Meetingräume erstellen, in denen sich die kleinen Gruppen treffen.

So geht’s: Teile die Gruppe in Zweier- oder Dreierpaare auf und gib eine Frage vor. Nach drei bis vier Minuten kommen alle zurück. Jede Person kann eine interessante Gemeinsamkeit oder Erkenntnis aus dem Gespräch teilen – mit Zustimmung des Gegenübers.

Ideen für Fragen:

  • Was hilft Dir, gut in einen Arbeitstag zu starten?
  • Welche kleine Sache macht Zusammenarbeit für Dich leichter?
  • Über welches Thema könntest Du spontan fünf Minuten erzählen?
  • Was würdest Du dieses Jahr gern lernen?
  • Was hast du zuletzt zum ersten Mal gemacht?

7. Das GIF des Tages

Ein GIF sagt manchmal mehr als lange Check-ins – und kann insbesondere im virtuellen Meeting schnell für einen gemeinsamen Lacher sorgen. Die Runde funktioniert besonders gut, wenn alle gleichzeitig im Chat posten.

So geht’s: Stelle eine Frage und gib allen eine Minute Zeit, ein passendes GIF oder Meme zu suchen. Auf dein Zeichen posten alle ihre Auswahl gleichzeitig. Wer möchte, erklärt kurz, warum das GIF passt.

Geeignet für: Virtuelle Meetings und Workshops, deren Teilnehmende sich schon ein wenig kennen

Dauer: 5 Minuten

Hinweise: Gib eine konkrete, unverfängliche Frage vor und achte darauf, dass alle auf GIFs zugreifen können. Falls nicht, funktionieren auch Emojis oder ein einzelnes Wort im Chat.

Fragen für den GIF-Icebreaker:

  • Welches GIF beschreibt deinen Start in diese Woche?
  • Mit welchem GIF kommst du heute in diesen Workshop?
  • Welches GIF zeigt, wie sich dein Kalender gerade anfühlt?

8. Das Storytelling-Experiment

Ein Storytelling-Spiel ist ein Icebreaker, bei dem die Kreativität, Fantasie und Spontanität der Teilnehmenden gefragt ist.

So geht's: Eine Person beginnt mit einem Satz einer Geschichte (z.B. "Der Tag begann mit einer Überraschung ..."). Alle Teilnehmenden müssen nacheinander einen Satz hinzufügen. Du kannst es auch etwas dynamischer gestalten, dann fügt jede*r immer nur ein Wort zur Geschichte hinzu.

Geeignet für: Workshops, Kick-off-Meetings oder Onboardings neuer Mitarbeitender

Dauer: 5-10 Minuten

Hinweise: Stelle eine Timer, sodass die Geschichte, die ihr gemeinsam entwickelt, nach ca. 5 Minuten ein Ende finden muss. Du kannst den Beginn der Geschichte vorgeben, damit das Icebreaker-Spiel schneller losgeht.

Ideen für den Beginn der Geschichte:

  • Der Tag begann mit einer Überraschung
  • Plötzlich hörte der Chef ...
  • Ein Kunde betrat das Büro und rief ...
  • Das wichtigste Geheimnis unseres Erfolgs ...

9. Umgekehrtes Brainstorming

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Kniff dieses Icebreaker-Spiels ist es, dass sich die Teilnehmenden nicht überlegen, wie sie ein Problem lösen können, sondern wie sie es verschlimmern würden. Das bringt oft überraschend kreative Ansätze hervor, aus denen sich anschließend echte Lösungen ableiten lassen.

Geeignet für: Workshops, Retrospektiven und Kick-off-Meetings

Dauer: 10 Minuten

Hinweise: Wählt ein leichtes, konkretes Problem aus dem Arbeitsalltag und haltet die Runde spielerisch. Es geht nicht darum, Personen oder Fehler bloßzustellen. Sammelt zunächst alle Ideen, ohne sie direkt zu bewerten.

So geht’s: Formuliert eine Frage rückwärts, zum Beispiel: „Wie könnten wir dafür sorgen, dass unser nächstes Meeting garantiert unproduktiv wird?“ Sammelt zwei bis drei Minuten lang möglichst viele absurde oder realistische Antworten. Danach könnt Ihr die Vorschläge umdrehen: Aus „keine Agenda teilen“ wird etwa „vorab ein klares Ziel und eine kurze Agenda verschicken“. So wird aus der Verschlimmerungsrunde ein erster Ideenschub für Verbesserungen.

Ideen für Fragen:

  • Wie könnten wir neuen Teammitgliedern den Einstieg möglichst schwer machen?
  • Was müssten wir tun, damit bei der nächsten Gruppenarbeit niemand zu Wort kommt?
  • Wie ließe sich ein gemeinsames Projekt garantiert chaotisch organisieren?

10. Die Team-Challenge

Ein Challenge fordert das Team heraus, hat aber auch Teambuilding-Qualitäten, weil es Kreativität, Zusammenarbeit und schnelles Problemlösen fordert.

So geht's: Teile die Gruppe in kleine Teams mit drei bis fünf Personen auf. Gib ihnen 20 Minuten Zeit, mit drei vorgegebenen Gegenständen eine freistehende Struktur zu bauen. Das höchste Gebilde gewinnt.

Geeignet für: Workshops oder Kick-off-Meetings

Dauer: 20 Minuten

Hinweise: Suche drei Gegenstände aus, mit denen man tatsächlich eine freistehende Struktur bauen kann, mach es Deinen Teammitgliedern aber auch nicht zu einfach. Wie wäre es beispielsweise mit Spaghetti, Klebeband und Wattepads?

Welches Kennenlernspiel passt zu welchem Anlass?

Nicht jedes Icebreaker-Spiel passt in jede Runde. Überleg Dir vorab, was das Kennenlernspiel als Einstieg leisten soll: Soll die Gruppe erst einmal ankommen, miteinander ins Gespräch kommen oder sich auf ein gemeinsames Thema einstimmen? Diese schnelle Orientierung hilft bei der Auswahl:

  • Ihr habt nur wenige Minuten vor einem Meeting: Beginne mit einem Check-in mit einem Stimmungsbarometer. Das geht schnell, sollte für alle machbar sein und lässt sich direkt an die Tagesordnung anschließen.
  • Die Teilnehmenden kennen sich kaum: Eine unverfängliche Frage für die ganze Runde oder das Kennenlernen im Zweiergespräch gibt allen einen einfachen Gesprächseinstieg – auch externen Teilnehmenden.
  • Ein neues Team trifft sich: Probiere es damit, dass die Teammitglieder Gemeinsamkeiten finden sollen. Das bringt die Menschen in kleinen Gruppen miteinander ins Gespräch und schafft erste Anknüpfungspunkte.
  • Ihr habt etwas mehr Zeit: Kennenlernspiele wie „Zwei Wahrheiten, eine Lüge“ (siehe → Ideen für Kennenlernspiele) eignen sich für kleine und mittelgroße Gruppen, die sich besser kennenlernen sollen.
  • Auch zurückhaltende Personen sollen unkompliziert mitmachen können: Beim Raten von Fun Facts können alle etwas beitragen, ohne direkt vor der Gruppe sprechen zu müssen.
  • Das Meeting findet virtuell statt: Icebreaker-Spiele, bei denen man einfach etwas auf ein Whiteboard oder in einen Chat psoten kann, sorgen für einen gemeinsamen Moment, ohne dass jede Person lange sprechen muss.
  • Die Gruppe ist groß: Nutze kurze Fragen oder Zweiergespräche statt einer langen Vorstellungsrunde, damit der Einstieg nicht zum eigenen Programmpunkt wird.

Und nach dem Kennenlernspiel?

Ein gutes Eisbrecher-Spiel muss nicht besonders ausgefallen oder kompliziert sein. Im Gegenteil: Schon wenige Minuten und eine klare Anleitung können ausreichen, um Gespräche in Gang zu bringen und eine gute Grundlage für das folgende Meeting legen.

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